Das größte der mittelamerikanischen Länder besticht durch Vielfalt pur und ist voller Gegensätze: Die mexikanische Halbinsel Yucatán ist touristisch erschlossen, jährlich reisen Tausende Partyhungrige nach Cancun zur Spring Break, während im mexikanischen Hochland noch viele Indigene in der traditionell bunten Tracht angetroffen werden und die mexikanische Kultur erlebt werden kann.



Mexiko – der Start unseres Backpacking Abenteuers

Unsere Reise begann in Mexiko. Mit Condor sind wir Anfang Januar in Cancún gelandet und bereisten Mexiko anschließend von Ost nach West – Von der Karibik- bis zur Pazifikseite. Wir waren lange unterwegs (über vier Wochen), wollten so viel wie möglich von diesem wunderbaren Land einsaugen und durchquerten die Staaten Quintana Roo, Yucatán, Campeche, Chiapas und Oaxaca.

Backpacking in Mexiko – Die Highlights unserer Reise

Wir verbrachten ganze vier Wochen unserer Backpacking Reise in Mexiko und haben noch lange nicht alles gesehen. Unsere Route führte uns von Cancun bis nach Puerto Escondido – von Ost nach West. Die mexikanische Hauptstadt Mexiko City und der Norden haben wir leider nicht erlebt, da unsere Reise uns weiter gen Süden führte.

1. Backpacking in Mexiko: Isla Mujeres

Die „Insel der Frauen“ liegt in unmittelbarer Nähe zu Cancun und ist mit der Fähre in kurzer Zeit zu erreichen. Für Backpacker die keine große Lust haben viel Zeit in Cancun zu verbringen, ist das ein wundervoller erster Stopp der Reise. Die Insel ist auf den Tourismus ausgerichtet, hier findet man unzählige Bars und Restaurants und einen wunderschönen Strand mit türkisfarbenen Wasser.

2. Backpacking in Mexiko: Die Cenoten Yucatáns

In Tulum, Valladolid oder in unmittelbarer Nähe von Chitzen Itza: Cenoten gibt es in Mexiko einige! Die mit Süßwasser gefüllten Kalksteinhöhlen laden zu einem Sprung ins kühle Nass ein und sind ein wahrer Schatz der Natur.

Backpacking in Mexiko: Die Cenoten Yucatans

3. Backpacking in Mexiko: Isla Holbox

Wir setzen über zur Isla Holbox. Die Insel hat ein sehr gemütliches Flair und lädt zum Entspannen ein. Trotz dem wir nicht allzu viel Glück mit dem Wetter hatten, verbrachten wir dort eine wunderschöne Zeit. Die vielen Sandbänke mitten im Meer laden zu ausgedehnten Spaziergängen durch das seichte Wasser ein.

4. Backpacking in Mexiko: Mexikos Märkte

Mexikos Märkte sind bunt! Hier erstrahlen die unterschiedlichsten Früchte- und Gemüsesorten in den buntesten Farben, es werden handgefertigte Lederwaren verkauft und und und!

Backpacking in Mexiko: Mexikos Märkte

5. Backpacking in Mexiko: Die Ruinen von Palenque

Weitere Maya-Ruinen, die mir besser gefallen haben, als das berühmte Chitzen Itza, liegen in Palenque mitten im Urwald. Immer wieder hören wir Geräusche und Gebrüll wilder Tiere aus dem Wald schallen. Wir übernachten ebenfalls mitten im Urwald in einem ziemlich heruntergekommenen Bungalow und erreichen die Ruinen am nächsten Tag gemütlich zu Fuß.

6. Backpacking in Mexiko: San Cristobal de las Casas

Im mexikanischen Hochland scheint die Maya-Kultur der Mexikaner greifbarer zu sein, als auf der Halbinsel Yucatan. Dennoch ist hier natürlich auch schon der Tourismus angekommen. Wir verbringen einige Tage in, im Hochland Mexikos gelegenen, San Cristobal de las Casas, besuchen die Märkte und gehen auf einen Ausritt in ein nahe gelegenes Dörfchen, dessen Einwohner noch zurückgezogener leben.

7. Backpacking in Mexiko: Ein Ausflug zum Hierve el Agua

Nahe des Städtchens Oaxaca gelegen, begeben wir uns auf einen Tagesausflug, der uns unter anderem zum Hierve el Agua führt. Hoch gelegen und windig in wilder Natur, können wir uns in Quellen baden und eine atemberaubende Aussicht über das mexikanische Land genießen.

Backpacking in Mexiko: Hierve el Agua in Oaxaca

8. Backpacking in Mexiko: Mexiko aus dem Busfenster

Durch die weiten Strecken, die man in Mexiko zurücklegt, verbringen wir natürlich einige Zeit in Bussen oder Shuttles.

In diesen Stunden können wir Einblicke des ländlichen Lebens der Mexikaner erhaschen. In diesen Stunden erfahren wir, wie vielfältig Mexiko ist: Wir steigen mit Flip Flops und kurzen Hosen in unser Shuttle in Palenque und erreichen das 10 Grad kalte San Cristobal de las Casas einige Stunden später.

9. Backpacking in Mexiko: Last but not least – DAS MEXIKANISCHE ESSEN

Eine Gaumenfreude ist dieser kulinarische Genuss in Mexiko! In Mexiko lernen wir die Unterschiede zwischen Tacos, Tortillas, Enchiladas , Quesadillas und Empanadas und essen fast täglich frisch zubereitete Guacamole. Da läuft uns noch heute das Wasser im Mund zusammen.

Backpacker auf ihrem Weg nach Mexiko dürfen sich freuen!


Die besten Reiserouten durch Mexiko

Über 30 Tage waren wir mit unseren Rucksäcken in Mexiko unterwegs. Alles gesehen haben wir dabei noch lange nicht. Hier wollen wir euch unsere Reiseroute durch Mexiko vorstellen! Vielleicht ist ja das ein oder andere für eure Reise dabei.

Reiseroute 1 (32 + Tage): von Cancún nach Puerto Escondido

  • Tag 1-2: Cancun
  • Tag 3-5: Isla Mujeres
  • Tag 6: Tulum
  • Tag 7-9: Isla Holbox
  • Tag 10-12: Valladolid
  • Tag 13-14: Merida
  • Tag 15-17: Campeche
  • Tag 18-19: Palenque
  • Tag 20-24: San Cristobal de las Casas
  • Tag 25-29: Puerto Escondido
  • Tag 30-32: Oaxaca

Für diese Strecke wurden innerhalb von 32 Tagen allein über 1500 km Luftlinie zurückgelegt. Insbesondere waren die ersten Tage und Wochen sehr hektische, da wir unsere zur Verfügung stehende Zeit, noch nicht wirklich einschätzen konnten. Für eine solche Reiseroute würden sich deshalb locker 40 Tage anbieten, um entspannt von A nach B zu reisen.

Reiseroute 2 (ca. 3 Wochen/ 21 Tage): Abenteuer Yucatán und Quintana Roo

Da Mexiko zu einem beliebten Urlaubsziel geworden ist und viele Reisende ihren 3-wöchigen Sommerurlaub dort verbringen, findet ihr hier noch einen weiteren Vorschlag für eine Reiseroute durch Mexiko. Diese führt euch durch die Staaten Yucatán und Quintana Roo.

  • Tag 1: Cancun
  • Tag 2-4: Isla Mujeres
  • Tag 5-6: Tulum
  • Tag 7-8: Bacalar
  • Tag 9: Chetumal
  • Tag 10-13: Valladolid
  • Tag 14-16: Merida
  • Tag 17-20: Holbox
  • Tag 21: Cancun

Reiseroute Mexiko: Ein Rundumschlag

Mexiko kann ohne Probleme und Langeweile monatelang bereist werden. Eine Reiseroute für einen „Mexiko-Rundumschlag“ können wir allerdings nicht aufstellen. Es gibt so viele weitere schöne Städte, die sicherlich einen Besuch wert wären: Mexico DF, Guadalajara, und und und. Sicherlich gibt es aber noch einige Geheimtipps, von denen auch wir noch nichts gehört haben.


Backpacking in Mexiko – Der Transport und die Fortbewegung

In Mexiko werden weite Strecken zurückgelegt. Das mexikanische Land ist durchzogen von Bergen, Tälern, Hügeln und zahlreichen Kurven. Damit können auch Strecken, die auf Google Maps überschaubar erscheinen, zu einem stundenlangen Trip ausarten. Die 250 km lange Strecke von Puerto Escondido an der mexikanischen Westküste nach Oaxaca, verlangte uns beispielsweise eine 7-stündige Fahrt durch die mexikanische Berglandschaft ab. Plant also bei eurer Backpacking Reise durch Mexiko reichlich Zeit für die Fortbewegung von A nach B ein.

Busfahren in Mexiko – Das beste Streckennetz Mittelamerikas

Mexiko besitzt ein sagenhaft ausgebautes Streckennetz und bietet Backpackern durch Mexiko die maximale Flexiblität und das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Fortbewegung in Mexiko konnte kein anderes Land auf unserem Backpacking-Trip durch Mittelamerika das Wasser reichen. Die Busse bieten hohen Komfort – und das auch auf weiten Strecken.

Die Busgesellschaft ADO (Autobuses de Oriente) bietet die meisten Reiseziele an. ADO Schalter findet man eigentlich an jedem Ort. Die Tickets können in der Regel ganz unkompliziert kurz vor der Abreise gebucht werden. Nur einmal mussten wir wegen Überbuchung auf einen späteren Bus nach Palenque ausweichen. Da die Busse in der Regel aber mehrmals täglich die Ziele ansteuern, ist das gar kein Problem. Außerdem haben Reisende die Möglichkeit, über die ADO App Tickets und Sitzplätze zu buchen und sich schon vorab über die Abfahrtszeiten der Busse zu informieren.

Und auch die Preise können sich sehen lassen – neben dem sagenhaften Streckennetz besticht ADO vor allem durch die günstigen Preise. Die etwa zweieinhalb-stündige Strecke von Cancún nach Tulum kostet uns daher nur etwa 7 EUR/Person.

Tipps: Ein Ratschlag, den auch wir gerne vor Antritt unserer ersten Busfahrt in Mexiko gewusst hätten: Die Mexikaner klimatisieren ihre Busse wie verrückt und die Temperaturen werden stark nach unten reguliert. Den Einheimischen macht das scheinbar gar nichts aus. Schlafsäcke und Pullover schaffen Abhilfe und machen die Fahrt in den modernen Bussen noch gemütlicher.

Es gibt viele Over-Night-Busverbindungen. Wer kein Problem hat, im Bus zu nächtigen, spart sich erstens Geld für ein Hostel und die Zeit vergeht wie im Flug.

Inlandsflüge

Mexiko ist riesig. Wer neben des touritisch-karibischen Lebensgefühls in Yucatán auch die mexikanische Hauptstadt Mexiko DF kennenlernen möchte, kann sich günstige Inlandsflüge buchen. Die üblichsten Anbieter sind Interjet oder die mexikanische Billigfluggesellschaft Viva Aerobus. Für um die 50 EUR und in nur knapp 2,5 Stunden von Cancún erreichst du damit Zentralmexiko.


Backpacker Hostels in Mexiko

Hier findet ihr eine kleine Auswahl toller Backpacker Hostels in Mexiko. Vor allem für Hostels in Yucatán und insbesondere auf dessen Inseln sollte über eine vorzeitige Zimmer-Reservierung nachgedacht werden.

1. Backacker Hostel Poc-Na auf der Isla Mujeres

Wir sind zügig aus Cancún geflüchtet und auf die nahe Insel Isla Mujeres mit der Fähre übergesetzt. Untergekommen sind wir im Backpacker Hostel Poc-Na. Entspanntes Flair, den Strand vor der Nase und ein unglaublich schöner mit Palmen besäumter Strandabschnitt, auf dem wir es uns in Hängematten bequem machen können. Abends finden sich die Backpacker an der Strandbar zusammen.

2. Tribu Hostel auf der Isla Holbox

Im Norden Yucatáns erreichen wir die entspannte kleine Insel Holbox. Die Insel mit den ungeteerten Straßen ist ein wahrliches Backpacker – Traumziel. Das Backpacker Tribu Hostel bietet komfortable Betten, ausreichend Platz und eine riesengroße Küche. Die Wendeltreppe für uns hoch zur Dachterasse, die eine wunderschöne Aussicht auf das türkisblaue Meer bietet. Abends steht Unterhaltung auf dem Programm – Es werden Spiele gespielt, getanzt und Musik gemacht.

3. Puerta Vieja in San Cristobal de las Casas

Eine große Eingangshalle, meterhohe Decken und jeden morgen unglaublich leckeres Frühstück. Wer auf seinem Backpacking Trip durch Mittelamerika in San Cristobal de las Casas im mexikanischen Hochland vorbeischaut, sollte unbedingt das Hostel „Puerta Vieja“ in Erwägung ziehen. In den riesigen Dorms kommen unglaublich viele Backpacker unter. Durch die Nähe zur Innenstadt tut man sich oftmals mit den anderen Backpackern zusammen und zieht durch die Straßen. Wenn man sich tagsüber von den Ausflügen in und um San Cristobal eine Pause gönnt, kann man es sich im Garten in einer Hängematte bequem machen.


Sicherheit eines Backpackers in Mexiko

Wir unternehmen eine Nachtfahrt von San Cristobal de las Casas im mexikanischen Hochland an die mexikanische Westküste nach Puerto Escondido. Plötzlich muss der Bus halten. Polizisten steigen ein, jeder der Passagiere muss sich ausweisen, anschließend werden die Kofferräume geöffnet und das Gepäck kurz kontrolliert. Die mexikanische Polizei und das Militär sind immer sehr präsent auf Mexikos Straßen, insbesondere in der Nacht.

Abgesehen von diesen Sicherheitsvorkehrungen fühlen wir uns auch sonst zu keiner Zeit unsicher oder gefährdet. Das lädierte Image von Mexiko wird uns insbesonderes über unsere Medien vermittelt, die von Drogengangs, Schießereien und Korruption berichten. Dass diese Punkte wahrlich Probleme sind, mit denen der Staat zu kämpfen hat, sollte nicht abgestritten werden – Mexiko bietet dennoch für Backpacker und Pauschalreisende unglaublich viel Gastfreundschaft, Herzlichkeit und kulturelle Vielfalt.

Backpacking in Mexiko – Gefahr durch Tropenstürme

Erst zuletzt wurde wieder von heftigen Tropenstürmen an der mexikanischen Ostküste berichtet, die die Gefahrenlage für Reisende ebenfalls beeinflussen. Auf der Halbinsel Yucatán herrscht von Juli bis Oktober Hurricainsaison – diese Monate in der Nebensaison machen das Reisen durch Mexiko aber noch erschwinglicher und schonen den Geldbeutel. Die Gefahrenlage durch Tropenstürme ist nämlich nicht so groß, dass man seine Reisepläne voll und ganz darauf ausrichten sollte. Oftmals ist lediglich mit regelmäßigem tropischen Platzregen zu rechnen.

Weitere Infos zur Sicherheit in Mexiko können natürlich wie immer auf der Seite des auswärtigen Amtes entnommen werden.


Welche Kosten erwarten Backpacker in Mexiko?

Die täglichen Kosten in Mexiko bilden in etwa die Durchschnittskosten aller mittelamerikanischen Länder ab und unterscheiden sich je Region stark voneinander. In den touristischeren Staaten wie Yucatán oder Quintana Roo sollte mit einem anderen Tagesbudget kalkuliert werden, als in Oaxaca oder Chiapas. Dennoch wollen wir eine kleine Einschätzung geben.

Die Kosten für Backpacking Unterkünfte

In Cancún, wo sich ein Hotel an das andere säumt, muss mit vergleichsweise hohen Kosten gerechnet werden. Auf booking.com oder hostelworld findet man dennoch preiswerte Backpacker Unterkünfte, die den Geldbeutel nicht strapazieren. Ein Bett im Dorm kostet hier ab ca. 13 EUR aufwärts. An Orten wie Tulum sind die Preise nahezu identisch.

Je weiter uns unsere Backpacking Reise durch Mexiko gen Westen führte, umso geringer wurden unsere Kosten. In San Cristobal de las Casas finden Backpacker problemlos Betten im Dorm für 8 EUR. In Oaxaca und Puerto Escondido hingegen ist es noch günstiger – Dort kann man sich also ohne schlechtes Gewissen mal ein Privatzimmer gönnen.

Die Kosten für Verpflegung und Mahlzeiten

Die Kosten für die Verpflegung können sich in ganz Mexiko in Grenzen gehalten werden, wenn man denn ein paar Dinge beachtet. In erster Linie sollte der Besuch von großen Restaurants gemieden werden, wenn das Backpacker Budget geschont werden soll. Backpacker sollten lieber Ausschau nach den kleinen unscheinbaren Imbissen mit sporadischer Freibad-Bestuhlung halten („Comedores“ – die es bspw. auch in Nicaragua sehr oft gibt)- hier bieten die Einheimischen ihre köstlichen Spezialitäten für sehr wenig Geld an. Zum einen können Backpacker sich damit nach Herzenslust den Bauch vollschlagen und zum anderen kommen die mexikanischen Pesos dann den Einheimischen zugute.

In Ländern wie Mexiko ist es außerdem nicht nötig, so oft essen zu gehen. Eigentlich alle Hostels sind super ausgestattet und nirgends kann man frischer einkaufen, als auf Mexikos Märkten. Wir haben uns dort unzählige Male mit frischem Gemüse eingedeckt und uns anschließend unsere eigene Guacamole und Tortilla Wraps gezaubert.

Die Transportkosten in Mexiko

Wie bereits zuvor erwähnt, verfügt Mexiko über das am besten ausgebaute Streckennetz Mittelamerikas. Und auch die Preise sind absolut moderat und können sich sehen lassen. Auf der Homepage von ADO können jederzeit die Abfahrtszeiten und Preise eingesehen werden.


Habt ihr noch weitere Must See Places für ein Backpacking Abenteuer in Mexiko? Dann lasst es uns gerne wissen!

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