Valladolid in Mexiko – Chitzen Itza und Cenoten

Die Stadt Valladolid in Yucatán, Mexiko

Das kleine Städchen Valladolid in Yucatán bietet nicht nur selbst schöne Ecken und eine schöne Kolonialarchitektur, sondern ist auch idealer Ausgangspunkt für Ausflüge nach Chitzen Itza und zu viele Cenoten. Was wir in und um Valladolid alles erlebt haben, findet ihr hier!


Valladolid in Mexiko – Schätze der Natur inmitten einer Stadt

Wir kommen im Hostel „La Candelaria“ unter, das inmitten der Stadt und neben einer kleinen Parkanlage liegt. Wir verschaffen uns einen Überblick über die Ausflüge, die Valladolid bietet und stellen fest, dass Valladolid nicht nur der beste Ausgangspunkt für Ausflüge zur berühmten Maya-Stätte Chitzen Itza ist, sondern auch wahre Schätze der Natur bereithält – und das mitten in der Stadt!

Valladolid – Ein Besuch der Cenote Zací

Mexiko ist bekannt für seine Cenoten – die, mit Süßwasser gefüllten Kalksteinhöhlen. Im Bundesstaat Quintana Roo sind über 1000 Cenoten bekannt. Die meisten dieser Cenoten liegen abseits von großen Städten inmitten der Natur oder in Parks (beispielsweise nahe Tulum).
Doch Valladolid hält eines dieser Kalksteinlöcher mitten in der Stadt bereit!
Nachdem wir etwa 30 MXN für den Besuch der Cenote Zací bezahlten, laufen wir den halbkreisförmigen Ring der Cenote hinab Richtung Wasser und kühlen uns ab.

Valladolid – Perfekter Ausgangspunkt für einen Besuch von Chitzen Itza

Der Ausflug, für den die meisten Reisenden nach Valladolid kommen, ist der Besuch von Chitzen Itza. Wir wollten so früh wie möglich im Park sein und uns die Maya-Stätte und eins der sieben Weltwunder in Ruhe ansehen, ehe die Pauschalurlauber und Touristenströme eintreffen. So nehmen wir einen der ersten Busse dorthin und müssen noch einen Moment warten, bis uns die Türen zum Park geöffnet werden.
Für den Bus zahlen wir 52 MXN hin und zurück. Der Parkeintritt hingegen hat es in sich: Ganze 220 MXN kostet uns das Vergnügen.

Und tatsächlich waren wir zwei der wenigen Besucher, die sich schon in den frühen Morgenstunden in den Park begeben haben. Die Kunsthändler hatten noch nicht einmal ihre Souvenirstände aufgebaut, ehe wir ihren Weg kreuzten. Bereits eine Stunde später kamen uns dann die ersten geführten Touristengruppen entgegen.

Valladolid – Cenote X’Keken und Cenote Samulá

Weil unweit von Valladolid noch einige weitere Cenoten liegen, fahren wir mit einem Collectivo dorthin. Die Cenoten X’Keken und Samulá liegen in einer Parkanlage nur wenige Kilometer von Valladolid entfernt, für die man wenige Pesos Eintritt bezahlt.
Anders als die Cenote in der Stadt, die am Tageslicht liegt, handelt es sich bei diesen um richtige Kalkssteinhöhlen. Die Sonne bricht durch einige Felsspalten hindurch und wirft ihre Strahlen auf das glasklar-blaue Wasser. Auch hier hatten wir die Cenoten fast ausschließlich für uns – Früh aufstehen lohnt sich bei diesen Ausflügen also allemal!

Wart ihr auch schon in Mexiko und habt weitere Cenoten besucht? Dann lasst es uns gerne wissen!

Der Grenzübergang von Mexiko nach Guatemala – Nichts für schwache Nerven

Grenübergang von Mexiko nach Guatemal

Solltet auch ihr eine Backpacking Reise nach Mexiko und Guatemala planen, dürfte unsere Geschichte die ein oder andere Lehre sein – was – und vor allem was NICHT bei einem Grenzübergang in Mittelamerika zu tun ist.


Es ist Anfang Februar 2016. Nach genau vier Wochen in Mexiko beschließen wir uns weiterzuziehen und das nächste, das zweite Land unserer Reise in Angriff zu nehmen – Guatemala.
Die meisten Backpacker überqueren die Grenze von Mexiko im Osten des Landes und gehen von dort aus weiter nach Belize, ehe sie nach Guatemala reisen. Durch unsere Route bedingt, haben wir uns aber für den westlichsten Grenzübergang von Mexiko nach Guatemala entschieden – Tapachula.

Grenzübergang Mexiko – Guatemala: In Tapachula angekommen

Ehe wir die Grenze zu Guatemala erreichen, erwartet uns noch eine etwa 12-stündige Busfahrt von Oaxaca. Und so kommen wir früh morgens am Busterminal in Tapachula, der Grenzstadt von Mexiko, an. Hier werden wir direkt von einem Taxifahrer abgefangen.

Der Taxifahrer bringt uns an die Grenze. Tatsächlich sehen wir hier wenige (oder besser gesagt gar keine?) anderen Reisenden. Wir sehen lediglich viele Mexikaner, wie sie an Hauswänden lehnend klischeehaft wie im Western in der öden und trockenen Umgebung dieses mexikanischen Grenzübergangs stehen und warten, bis etwas passiert.

Der Taxifahrer lässt uns an dieser Stelle aussteigen. Unmittelbar darauf werden wir von etwa sechs mexikanischen Männern umzingelt, die sich fast darum reißen, unsere Backpacks aus dem Kofferraum des Taxis zu nehmen. Und dann ging alles ganz schnell:
Wir marschierten den jungen Männern, die im Besitz unserer Backpacks waren, hinterher, noch nicht ahnend, in welch Odysee wir uns hier begeben haben.

Anmerkung: Dieser Grenzübergang von Mexiko nach Guatemala war unser erster Grenzübergang in Mittelamerika. An dieser schlechten Erfahrung sind wir natürlich mitunter selbst schuld: Übermüdet, überfordert und keine Erfahrung, wie sich Grenzübergänge in Mittelamerika abspielen. 

Der Grenzübergang Mexiko – Guatemala: Dreistigkeit siegt

Wir haben keine Chance, unsere Rucksäcke zurückzuerhalten. Dafür sind uns die Männer immer einige Schritte voraus. Sie leisten uns nicht angefragten Service, bringen uns zu den (schlecht ausgeschilderten) Schalter für die Ausreise aus Mexiko und schließlich zum Schalter für die Einreise nach Guatemala.
Zwischen dem Ausreise- und Einreiseschalter lagen ein paar hundert Meter, in denen uns sogar unsere Reisepässe enthändigt wurden. Beim Einreiseschalter angekommen, reißen wir ihnen unsere Reisepässe ärgerlich aus der Hand.

Der Grenzübergang Mexiko – Guatemala: Auf der guatemaltekischen Seite angekommen

Endlich haben wir die Einreise nach Guatemala geschafft. Nun stehen wir da, allerdings ohne Rucksäcke. Einer der Männer hat uns dann zu einem Parkplatz geführt, bei dem die Männer mit den Rucksäcken auf uns an einem Taxi warteten. Sie wollten Geld für ihre ‚Hilfe‘ und würden uns nicht weiterfahren lassen, ehe wir ihnen das Geld geben. Zwei für das Tragen der Rucksäcke, einer für das Führen zu den Schaltern und der, der unsere Reisepässe zwischenzeitlich hatte, auch dafür. Ich murmelte ein paar böse Worte in meinem A1 Spanisch. Ein Mexikaner weiste mich zurecht, indem er mir nur „Tranquilo, tranquilo“ entgegnete. Letztlich hatten wir keine andere Wahl, diesen Männern das geforderte Geld zu geben, um den Grenzübergang zwischen Mexiko und Guatemala verlassen zu können.

Und so kamen wir, jeder mit etwa 45€ und ein paar Nerven weniger in der Tasche und insgesamt über 18 h Fahrt, in unserem ersten Stopp in Guatemala an – Xela.

Die Moral von der Geschicht‘:

  • Gib deine Sachen nie aus der Hand – bzw. fordere sie sofort und verbissen zurück, sobald sie jemand zu sich nehmen sollte.
  • Sag NEIN, wenn dir jemand ungefragt Hilfe anbietet und bleibe beharrlich.
  • Und solltest auch du mal in diese (oder eine ähnliche Situation kommen): Zahle das Geld –  diskutieren bringt nichts und danach lassen sie dich weiterziehen. Eine Auseinandersetzung mit mexikanischen Chicos sollte sicherlich lieber vermieden werden.

Anmerkung II: Nein, nicht alle Grenzübergänge in Mittelamerika sind von diesem Kaliber. Tatsächlich hatten wir nur bei dieser Grenze nach Guatemala Probleme. Andere Grenzen wiederum waren super strukturiert und organisiert mit Polizei/Sicherheitskräften vor Ort. 

San Cristobal de las Casas – im Hochland Mexikos

Backpacking Mittelamerika Highlights - Im Hochland Mexikos: Ein Dorf nahe San Cristobal de las Casas

Man nehme bunte Märkte, wunderschöne Landschaft, Tradition & eine Brise angenehm frisches Klima in Mexiko – wovon wir sprechen? San Cristobal de las Casas im Hochland Chiapas‘!


San Cristobal de las Casas in Mexiko – Bunte Märkte und Kultur

Das auf 2200 m gelegene Städtchen San Cristobal de las Casas im Bundesstaat Chiapas hat, trotz dem Einzug des Tourismus, seine Ursprünglichkeit bewahrt. Nicht zu vergleichen mit Orten wie Cancun oder Playa del Carmen, die meiner Meinung nach wenig mit der mexikanischen Kultur gemein haben, erhaschen wir in San Cristobal und dessen Umgebung Einblicke in das wahre Leben im mexikanischen Hochland.

Nach einer beschwerlichen Fahrt durch das mexikanische Hochland erreichen wir abends San Cristobal. Von Palenque kommend, mit kurzen Hosen und Flip Flops bekleidet, kommen wir im etwa 10 Grad kalten San Cristobal de las Casas an. Schon im Shuttle tun wir uns mit zwei Holländern zusammen, die sich mit uns auf die Suche nach dem besten Hostel in San Cristobal de las Casas begeben. Der Start einer wunderbaren knappen Woche mit tollen Leuten!

Am nächsten Tag erkunden wir die Straßen San Cristobals: Wir laufen entlang der bunten Häuser, beobachten das Treiben der Stadt und deren Leute und finden den Markt. Hier gibt es unzählige Textilien in den typisch bunten Mustern, Ponchos, Ledertaschen und Schmuck. Tagsüber ist es angenehm warm. Wir holen uns von den mexikanischen Händlern für kleines Geld frische Mangos mit Salz und Salsa – das isst man hier so.

San Cristobal de las Casas in Mexiko: Straßenhändler

Ausritt ins Hochland um San Cristobal de las Casas

In unserem Hostel buchen wir zusammen mit den anderen Backpackern einen Ausritt zu einem abgelegenen, indigenen Dorf. Vormittags werden wir zusammen mit einem Pickup an unserem Hostel abgeholt und an den Stadtrand gebracht. Hier warten schon unsere Pferde auf uns. Wir steigen auf und schon geht’s los. Über Wiesen führt uns unser Weg durch Hänge und Waldstücke zu einem nahe gelegenen Dorf. Hier steigen wir ab und haben nun Zeit die Märkte zu erkunden.

Wir haben einige Höhenmeter zurückgelegt, was sich nun in der Temperatur bemerkbar macht. Beim Markt angekommen holen wir uns einen Maiskolben mit Salsa von einem Straßenhändler und erkunden den kleinen Ort. Hier ist der Treffpunkt der Einwohner. Obsthändler feilschen um ihre Waren, Kinder spielen zusammen und im Hintergrund erhebt sich die Ortsmitte – die Kirche geschmückt voller Wimpel, die sich im Wind schwingen.

Im Hochland Mexikos: Ein Dorf nahe San Cristobal de las Casas

Mountainbike-Tour im Hochland Mexikos – San Cristobal de las Casas

Und als ob der Ausritt am Tag zuvor nicht schon genug gewesen wäre, buchen wir nun eine Mountainbike-Tour durch das Hochland Mexikos. Der Weg führt durch die Stadt ein weites (weeeeeeites) Stück den Wald hinauf über Stock, Stein & Maschendrahtzäunen, bevor wir an einem kleinen Imbiss ankommen. Hier stellen wir unsere Räder ab und haben die Möglichkeit Canopy zwischen Baumwipfeln zu fahren, Höhlen zu erkunden oder einfach zu entspannen. Wir haben unseren Spaß mit einer hohen Rutsche, die wir mit leeren Plastikflaschen hinunterrutschen, ehe wir uns auf den Rückweg nach San Cristobal machen.

Ganz klar gehört San Cristobal für uns zu den schönsten Städten in Mittelamerika! Und so endet unsere Zeit in San Cristobal de las Casas nach einer knappen Woche mit einigen Gläsern guten Wein, voller Spaß und toller Bekanntschaften, bevor uns unsere Reise weiter nach Puerto Escondido an die mexikanische Westküste führt.


Noch nicht genug von Mexiko? Hier findet ihr einen Überblick über die weiteren Highlights unser Mexiko Reise!