Eine Reise nach Kappadokien – Vom Winde verweht

Die Rose Valley in Kappadokien

Im Frühjahr verschlug es uns für eine Woche in die Türkei. 4 Tage haben wir in Kappadokien, genauer gesagt in Göreme, verbracht. Natürlich wollten auch wir unbedingt die berühmten Heißluftballons in die Luft steigen sehen. Leider war das Glück nicht auf unserer Seite – Hier erfährst du warum und findest weitere hilfreiche Infos für deine Reise nach Kappadokien!

Wo liegt Kappadokien?

Kappadokien gehört zu Zentralanatolien und liegt inmitten der Türkei. Das Gebiet ist reich an Geschichte und mit dem Flugzeug in etwa einer Stunde von Istanbul zu erreichen.

Wie ist Kappadokien entstanden?

Kappadokien ist ein Weltwunder der Natur im Herzen der Türkei. Das einmalig außergewöhnlich Landschaftsbild verdankt Kappadokien seiner Lage inmitten eines Gebiets von ehemals vulkanischer Aktivität. Die sogenannten Tuffsteinlandschaften formten sich, als eruptierende Vulkane einst Lava und Vulkanasche in die Umgebung schleuderten. Durch diese Vulkanberge aus Tuffstein wurde die Landschaft vor Millionen Jahren hinweg geprägt.

Die Anreise: Wie komme ich nach Kappadokien?

In Kappadokien gibt es zwei Flughäfen. Zum einen der in Kayseri und der in Nevsehir. Die meisten Flüge nach Kappadokien kommen am Flughafen Kayseri an, so auch unserer. Der Flughafen Kayseri ist etwa eine Stunde Autofahrt von Göreme, der bekanntesten Stadt der ganzen Gegend, entfernt. Von Istanbul (Flughafen Sabiha Gögken) findet man oftmals günstige Inlandsflüge mit anadolujet. Der Flug dauert eine gute Stunde.

Auch wer ohne Stopp in Istanbul nach Kappadokien fliegen möchte, kann das problemlos tun. Viele deutsche Flughäfen bieten Nonstop-Flüge nach Kayseri an. Dazu gehören Köln, Münster, Düsseldorf, Stuttgart, Frankfurt und München.

Die Hotels organisieren gerne ein Flughafenshuttle für dich. Einfach spätestens einen Tag davor Bescheid geben. Für diesen Service musst du etwa mit 50 türkischen Lira rechnen.

Eine Auswahl der tollsten Cave- Hotels

Das Straßenbild Göremes

Wenn wir schon mal nach Kappadokien reisen, lassen wir uns natürlich einen Aufenthalt in einem der unzähligen wunderschönen Cave Hotels nicht entgehen.
Untergekommen sind wir in Göreme, dem bekanntesten Ort der Gegend. Etwas weniger touristisch und ruhiger geht es in Uchisar zu – einem kleinen Dorf, nur wenige Kilometer von Göreme entfernt.

Der Ort Göreme lebt vom Tourismus. In dem etwa 2000 Einwohner großen Ort finden sich viele Restaurants und dutzende Hotels. So verwinkelt in den unzähligen schmalen Gässchen, dass die Stadt in verschiedenfarbige Zonen und jedem Hotel eine Ziffer zugeordnet ist. So kann man sich nicht verlaufen und sich an einem der vielen Wegweiser orientieren.

Wegweiser in Göreme führen einen immer zu seinem Hotel

Maccan Cave Hotel

Wir haben uns für einen Aufenthalt im Maccan Cave Hotel entschieden und waren unglaublich zufrieden. Das Maccan Cave Hotel ist eines der Hotels, das im oberen Teil der Stadt liegt und von der Dachterrasse eine unglaubliche Aussicht auf Göreme und die umliegenden Tuffsteintäler bietet. Zum Bestaunen der aufsteigenden Heißluftballons in den frühen Morgenstunden also der ideale Ort (wenn es denn stattfinden sollte).

Sultan Cave Suites & Mithra Cave Hotel

Da wir unsere Nächte ja ausschließlich im Maccan Cave Hotel verbracht haben, können wir hierzu keine konkrete persönliche Empfehlung aussprechen. Allerdings handelt es sich bei diesen zwei Hotels um zwei der beliebtesten Hotels der ganzen Stadt. Etwa nur eine Gehminute vom Maccan Cave Hotel entfernt, liegen diese Hotels zwar etwas weiter nach hinten versetzt, aber höher als das Maccan Cave. Durch die gemütlich inszenierte Dachterrassen-Aufmache sind insbesondere das Mithra Cave Hotel aber auch die Sultan Cave Suites natürlich extrem beliebte Foto-Spots und auch entsprechend frühzeitig ausgebucht. Zu den Sultan Cave Suites gehört das Restaurant „Seten“, das eine unglaubliche Aussicht und leckeres Essen bietet. Für einen besonderen Abend also genau das Richtige.

Aktivitäten und Ausflüge in Kappadokien

Neben dem bizarren Landschaftsbild besitzt die Region ein großes kulturgeschichtliches Erbe, das bis in die byzantinische Zeit zurückreicht. Hier finden sich mehr als 1000 Höhlenkirchen und unterirdische Städte. Experten rechnen noch mit weiteren unentdeckten Orten. Hier finden sich also ausreichend Aktivitäten für Natur- und Kulturliebhaber.

Die Heißluftballonfahrten

Natürlich will jeder, der nach Göreme reist, die gleiche Sache erleben: Die Heißluftballons entweder vom Boden oder aus der Luft bestaunen, wie sie im warmen Licht der aufgehenden Sonne in dieser surrealen Landschaft in den Himmel steigen.

Leider war der Wind an diesen Tagen so stark, dass wir diesen Anblick nicht genießen konnten. Ganze 3 Nächte haben wir in Göreme verbracht und an keinem der drei Morgen sind die Heißluftballons in die Luft gestiegen. Grund dafür war das stürmische Wetter, das den Aufstieg nicht erlaubte. Die Heißluftballons fliegen nur bis zu Windgeschwindigkeiten von 10km/h. Solche Einschränkungen sind natürlich absolut sinnvoll und im Sinne der Sicherheit für alle Beteiligten.

Rose Valley / Red Valley

Die Rose Valley in Kappadokien

Die Rose Valley ist eines der schönsten Täler ganz Kappadokiens und der optimale Ort, um den Sonnenuntergang zu genießen.

Das Liebestal – Love Valley

Das Liebestal (Love Valley) in Kappadokien lädt zu Wanderungen ein

Wie der Name schon sagt, dreht sich bei diesem Tal alles um die L-I-E-B-E. Nicht, weil es irgendwie besonders romantisch wäre, sondern weil die Feenkamine an überdimensionale Geschlechtsteile erinnern.

Das Taubental – Pigeon Valley

Tauben spielten früher eine wichtige Rolle für die Menschen in Anatolien. So schlugen sie zum Schutz der Tauben kleine Löcher in die Steinwände, die als Taubenhäuser dienten. In ganz Kappadokien verteilt entdeckt man einige dieser Felsen, in die Löcher als Unterschlupf für die Tauben geschlagen wurden. Die Pigeon Valley ist allerdings der bekannteste Ort dafür und bietet sich bestens für Wanderungen zwischen Göreme und Uchisar an.

Green Tour, Red Tour, Blue Tour

Die Gegend ist für den Tourismus sehr gut gewappnet. Wer nicht alles individuell bereisen möchte und auch nicht zufällig einen Mietwagen zur Hand hat, für den bietet sich eine Tagestour in die etwas weitere Umgebung rund um Göreme an. Unterschieden wird hier zwischen der grünen, der roten und der blauen Tour.

Göreme Open Air Museum

Das Göreme Open Air Museum

In den vielen Tälern sind wir oftmals für lange Zeit keiner Menschenseele begegnet. Im Göreme Open Air Museum hingegen tummeln sich plötzlich alle Touristen dieser Gegend auf einem Haufen.

Das UNESCO-Welterbe ist ein Freilichtmuseum voller Kirchen und Kapellen, die auf das kappadokische Christentum zurückführen. Das besondere an den Kirchen ist, dass diese nicht durch Aufbau, sondern durch Aushöhlung erschaffen wurden, was Negativ-Architektur genannt wird.

Der Eintritt ins Göreme Open Air Museum beläuft sich auf 45 TL.

Galeri Ikman

Die Galeri Ikman in Göreme ist beliebter Foto-Spot für Touristen

Der Teppichhändler mitten im Göreme hat die wachsenden Touristenströme genutzt und sich ein rentables Geschäftsmodell ausgedacht. In seinem Laden finden sich tausende Teppiche, doch das wahre Highlight versteckt sich im Hinterhof. Dort ist ein wunderschön inszenierter Platz mit Teppichen auf dem Boden und an den Wänden, unglaublich vielen Kissen und das alles in den schönsten Formen und Farben arrangiert. Zwischenzeitlich sehr beliebt als ein Social Media Foto-Spot verlangt der Besitzer satte 50 TL, damit hier beliebig viele Bilder geschossen werden.

Die optimale Reisedauer

Um die Gegend richtig auskosten zu können sollten mindestens drei Nächte eingeplant werden. Natürlich ist das auch abhängig von den eigenen Vorlieben – wer viel wandern gehen möchte, kann hier locker eine Woche verbringen. Wer dagegen „nur“ für die Heißluftballons kommt und ansonsten nicht viel zu Fuß erkunden will, der ist natürlich mit weniger Zeit gut beraten.

Wie sicher ist eine Reise nach Kappadokien?

Kappadokien ist sicher. Wir haben uns zu keiner Zeit bedroht oder unwohl gefühlt, auch wenn wir auf unseren Wanderungen oftmals lange Zeit keine weiteren Reisenden getroffen haben. Die Infrastruktur ist gut ausgebaut, die Entfernungen sind nicht allzu groß und es gibt zum Beispiel private Fahrer, die man für einen Tag buchen könnte, wenn Bedarf besteht und man beispielsweise alleine unterwegs ist und wieder abgeholt werden möchte. Diese Umstände machen eine Reise nach Kappadokien sehr angenehm und sicher. Hinzu kommt natürlich die außerordentliche Gastfreundschaft der Türken!

Worauf wartest du noch? Auf geht’s auf deine Reise nach Kappadokien!

Eine Reise in die Türkei – Ein Tag zu Fuß durch Istanbul

Istanbul ist eine wunderschöne Stadt, die wir uns vor unserem ersten Besuch der Türkei ganz anders vorgestellt haben. Für das Erkunden Istanbuls sollte ausreichend Zeit eingeplant werden. Wir hatten 4 Tage – und hätten noch einige weitere dort verbringen können.

Solltet auch ihr auf eurer Reise nach Istanbul nicht genug Zeit mitbringen, findet ihr in diesem Artikel eine Route für einen Tag zu Fuß durch Istanbul – in dem ihr einige Kilometer zurücklegen und viele Eindrücke sammeln werdet.

Was ist an Istanbul so besonders?

1: Die Geschichte: Von Byzantion über Konstantinopel

Istanbul strotzt vor Geschichte. Lange vor Christus als griechische Stadt namens Byzantion gegründet, wurde sie nach der Eroberung der Römer Konstantinopel genannt und war einst wichtiges Handelszentrum. Die vielen kulturellen Einflüsse Istanbuls sieht man noch heute: Das berühmteste Bauwerk Istanbuls, die Hagia Sophia, wurde einst als christliche Kirche gebaut, ist heute aber eine Moschee. Wer sich also für Kultur und Geschichte interessiert, kommt in dieser Stadt auf seine Kosten.

2: Die geographische Lage: Stadt auf zwei Kontinenten

Istanbul gehört zu eine der größten Städte der Welt und teilt sich als einzige Stadt weltweit auf zwei Kontinenten auf. Der Bosporus trennt die europäische von der asiatischen Seite Istanbuls. Damit können zwei Kontinente innerhalb einer Stadt bereist werden.

3: Das türkische Essen und die Gastfreundschaft

Das türkische Essen ist so einfach und doch so lecker! Und obendrein noch preiswert. Dazu kommt noch die uneingeschränkte Gastfreundschaft der Türken, die sich sehr um dein Wohlbefinden bemühen. In fast jedem Restaurant oder Imbiss erhalten wir einen (oder sogar mehrere) Schwarztees aufs Haus.

4: Die Basare Istanbuls: Kapalı Çarşı und Mısır Çarşısı

Zu einer Reise nach Instanbul gehört zweifellos ein Besuch der bekanntesten Basare: Dem Großen Basar und dem Gewürzbasar (oder auch Ägyptischer Basar genannt).

Probiere dich durch die vielen Köstlichkeiten, schnuppere an den vielen Tees und Gewürzen aus aller Welt und handle, was das Zeug hält.

Ein Fußweg durch Istanbul – vorbei an den tollsten Ecken der Stadt

In Istanbul kann man sich sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln fortbewegen. Wer es dennoch bevorzugt, eine Stadt und deren Sehenswürdigkeiten zu Fuß zu erkunden, ist in diesem Beitrag genau richtig. Denn auf diesem Fußmarsch erwarten einen oftmals viele Einblicke in Winkel der Stadt, die einem sonst verborgen bleiben würden.

Der Fußweg durch Istanbul beginnt an der blauen Moschee, unweit der Hagia Sophia und führt uns weiter zum Großen Basar. Dafür laufen wir die Divan Yolu Cd., – das ist die Straße, auf der die Tram fährt – nach Westen vorbei an den Tram Stationen Sultanahmed und Çemberlitaş. Kurz nach Çemberlitaş halten wir uns rechts. Der große Basar ist bereits auf Wegweisern gut ausgeschildert und zu erreichen.

Die blaue Moschee ist der Start unserer Route zu Fuß durch Istanbul

Im großen Basar kann man schnell die Orientierung verlieren. Viele kleine Passagen kreuzen einander und alles ähnelt sich. Unabhängig davon, an welchem der vielen Ausgänge ihr das Basar-Labyrinth verlasst, geht der weg nun weiter Richtung Westen, Orientierungspunkt ist die nächste Tram Station. An der Tram Station Beyazıt halten wir uns wieder rechts und laufen am linken äußeren Rand des Basars entlang. Unser nächster Stopp ist der Gewürzbasar.

Wir folgen der Straße für einige Zeit gerade aus, ehe wir uns etwas rechts halten und uns bereits dem Basar nähern. Wie der Name schon sagt, findet ihr auf dem Gewürzbasar allerlei Gewürze, unzählige Sorten an Tee und türkische Spezialitäten. Die Verkäufer merken natürlich schnell, sobald interessierte Blicke über ihre Waren schweifen und lassen einen oftmals einen Tee oder Süßigkeiten probieren. Ganz wichtig: Bei Kaufabsicht das Handeln nicht vergessen.

Der Gewürzbasar (Ägyptischer Basar) Istanbuls

Am anderen Ende des Gewürzbasars wartet der Hafen Istanbul mit dem Fährterminal auf euch. Von hier hat man einen herrlichen Blick auf den Bosporus, die Galata Brücke und die andere Seite der Stadt, in der sich der Galata Turm empor hebt. Genau dorthin führt euch der weitere Weg. Über die Galata Brücke, vorbei an den unzähligen Anglern der Stadt, auf der anderen Seite angekommen, laufen wir die schmale steile Straße nach oben Richtung Galataturm. Wer noch Lust und Laune hat, kann sich auf eine Shoppingtour auf die berühmte Einkaufsstraße İstiklal begeben. Hier fährt die berühmte nostalgische Straßenbahn entlang.

Auf der langen Einkaufsstraße Istiklal fährt die nostalgische Straßenbahn entlang.

Abends lassen wir den Abend in einer der unzähligen hippen Bars und Restaurants Beyoglus ausklingen, ehe es wieder zurück ins Hostel geht und wir erschöpft ins Bett fallen.

Eine kleine Stärkung zwischendurch

Einer der vielen Straßenverkäufer Istanbuls

Früher oder später wird sich natürlich der Hunger bemerkbar machen. In Istanbul muss nicht lange nach der nächsten Gelegenheit für eine kleine Pause gewartet werden – die Stadt strotzt nur so vor Händlern an den Straßenrändern. Ob das Sesamgebäck Simit, frisch gepresste Granatapfelsäfte, gebratene Maronen oder ein lecker gegrillter Maiskolben. Hier findet sich für jeden Geschmack die passende Mahlzeit für Zwischendurch.

Was also werdet ihr auf diesem Fußmarsch durch Istanbul sehen?

  • Die blaue Moschee
  • Die Hagia Sophia
  • Der große Basar
  • Der Gewürzbasar
  • Der Hafen (Galata Brücke)
  • Der Galata Turm
  • Istiklal
  • Beyoglu

Mit dieser Route habt ihr also schon einige der bekanntesten und schönsten Ecken Istanbuls innerhalb eines Tages und komplett zu Fuß abgeklappert. Viel Spaß!

Habt ihr noch weitere Tipps für einen Tag in Istanbul oder Fragen zur Route? Dann meldet euch! Wir freuen uns auf eure Nachrichten!

Diese Route hat dir nicht gereicht?

Dann empfehlen wir den Reiseführer „Istanbul zu Fuß entdecken“ von POLYGLOTT, in dem 30 Touren durch die Stadt aufgeführt sind.