Eine PKW-Rundreise an die Amalfiküste

Ausblick auf die Amalfiküste

Die bekannte Amalfiküste gehört zu den schönsten Küstenstraßen der Welt – und das sicherlich zurecht. Auf unserer Rundreise durch Italien wollten wir uns selbst davon überzeugen und sind losgefahren – auf einer Rundreise entlang der Costa Amalfitana.

Rundreise Amalfiküste: Zu Beginn – Idylle pur

Unsere Rundreise begann in Salerno. Salerno ist wahrscheinlich der am häufigsten genutzte Startpunkt für eine Rundreise an die Amalfiküste. Bereits kurz nach der Ausfahrt von Salerno in Richtung Amalfiküste, die gut ausgeschildert ist (costa amalfitana), erreichen wir Vietri sul Mare. Dieser kleine Ort mit rund 8.000 Einwohern gehört zwar noch nicht zur Amalfiküste, aber bereits hier lässt sich die Schönheit der vor uns liegenden Küstenstraße erahnen.

Wir nutzen den Parkplatz direkt auf der linken Seite der Ortsdurchfahrt und schlendern durch die kleinen Straßen. Es war noch Morgen und angenehm wenig los. Viele Einheimische waren vor Ort. Wir stöberten einige Zeit in einem der dutzenden Keramikläden – ein Handwerk, für das die ganze Region bekannt ist – und fahren weiter Richtung Ravello.

Die Rundreise – eine Amalfifahrt der Gefühle

Die weitere Fahrt bietet uns immer wieder spektakuläre Ausblick auf die am Hang liegenden Häuser und auf die azurblaue Küste. Leider waren zu dieser Zeit aber schon die meisten der Aussichtspunkte zugeparkt und so hatten wir kaum Möglichkeit, anzuhalten und den Ausblick in Ruhe zu genießen.
Unser nächster Stopp ist Ravello. Dieser Ort ist ein lohnenswerter Stopp in den Bergen hinter Amalfi. Aufgrund seiner Lage bietet Ravello atemberaubende Ausblicke auf die Küste. Nach Ravello geht es wieder bergab Richtung Amalfi, der Ort, von dem die Amalfiküste ihren Namen hat.

Und hier fing der Graus an: In Amalfi war so viel los und die Straßen voller Autos und Menschen, dass wir nirgends rechts ran fahren konnten.

„Kein Problem!“ – dachten wir zuerst, weil wir ja ursprünglich in Amalfi übernachten und später dann einfach zu Fuß in die Ortsmitte zurückkehren wollten. Google Maps führt uns also in die hinteren Berge von Amalfi, wo sich das B&B, das wir uns spontan ausgesucht hatten, befinden sollte. Eine sehr schmale Straße führt uns zu diesem B&B, bei dem uns keiner die Tür aufmachte. Keine Menschenseele weit und breit auf diesem Grundstück. Nach einiger Zeit geben wir es auf und entschließen uns weiterzufahren.
Und so fuhren wir die schmale Straße weiter ohne zu ahnen, dass wir gleich im Schlamassel enden sollten: Das Ende dieser Straße war eine Sackgasse. Aber damit nicht genug: Eine zugeparkte, enge Sackgasse. Und so standen wir mitten drin. Wir versuchten das Auto die Straße rückwärts herauszufahren. Nach kurzer Zeit kam uns ein Italiener zu Hilfe, der es geschafft hat, das Auto nach ein paar Mal hin- und herrangieren zu wenden, damit wir die vermeintliche „Einbahnstraße“ in die andere Richtung wieder herausfahren konnten.

Nach diesem Ereignis lagen die Nerven blank und wir entschlossen uns, den nächstgelegenen Ort Positano zu überspringen und direkt nach Sorrent weiterzufahren.

Alle guten Dinge sind zwei – Der erneute Versuch einer Rundreise an die Amalfiküste

Ausblick auf die Amalfiküste

Montags haben wir uns entschlossen, der Amalfiküste nochmal eine Chance zu geben. Heute aber nicht mit dem Auto, sondern mit dem Bus von Sorrent. Hier fahren im 30-Minuten-Takt Busse nach Positano und Amalfi. Weil ganz Süditalien in dieser Zeit von Waldbränden betroffen war, war an diesem Tag die Strecke zwischen Positano und Amalfi gesperrt und nicht befahrbar. Somit hat sich der Ort Amalfi für uns endgültig erledigt.

Trotzdem sind wir nach Positano gefahren, die Perle und der angeblich schönste Ort der Amalfiküste. Hier säumen sich kleine Häuser wie übereinandergestapelt am Hang entlang und strahlen inmitten von grünen Hügeln und umgeben vom schönsten Blau des Meeres in ihren hübschen Farben. Wir haben uns ein Kayak für 15€ ausgeliehen, um Positano von der Küste aus bestaunen zu können.
Der Weg zurück zur Bushaltestelle war beschwerlich aber voller italienischem Charme. Hier erwarten einen hunderte Treppenstufen und kleine Gässchen mit verwinkelten Häusern, um entdeckt zu werden.

Rundreise an der Amalfiküste: Fazit

Und auch wenn bei uns einiges nicht nach Plan verlief, ist die Amalfiküste in wunderschöner Erinnerung geblieben und bereits kurze Zeit später konnten wir über unsere unzähligen Fauxpas auf dieser Strecke nur noch schmunzeln. Die Amalfiküste ist wunderschön, einmalig und auf jeden Fall einen Besuch wert!

Und die Moral von der Geschicht‘:

Für eine Rundreise an der Amalfiküste gilt: Der Weg ist das Ziel!
Um die Städtchen Positano und Amalfi zu erleben, würde ich das nächste Mal direkt den Bus von Sorrent aus nehmen. So erspart man sich eine vergebliche Parkplatzsuche auf den engen Straßen der Costa Amalfitana. Und weil dieser Tag sehr lehrreich war, gibt es hier noch weitere Tipps für eine Rundreise an die Amalfiküste.

Noch nicht genug von Italien?

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